Gott mit dir, du Land der Bayern? – Vortrag mit Cbr. Prof. Dr. Haering OSB Tfs!

(Erstellt am 24.11.2017)


Eine adäquate Schar von interessierten Burschen und Füxen versammelte sich wieder einmal auf dem Aenanenhaus, um den Prinzipien scientia und religio Rechnung zu tragen: sie lauschten am 22.11. einem vortrefflich zu diesen Grundpfeilern unserer Verbindung passenden Vortrag, welcher den zum Nachdenken anregenden Titel: „Gott mit dir du Land der Bayern?
Der Gottesbezug in der bayerischen Verfassung“ trug. Vortragender Referent war unser lieber Cartellbruder Professor Dr. Stephan Haering OSB Tfs! Dieser ist ein aus dem gemütlichen Grafenau entstammend und erblickte im adäquaten Jahre des Herrn 1959 das Licht der Welt.
Haering ist ein römisch-katholischer Theologe und Kirchenrechtler.
Seit nunmehr 16 Jahren ist er Inhaber des Lehrstuhls für Kirchenrecht, insbesondere Verwaltungsrecht sowie Kirchliche Rechtsgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität zu München.

Inhaltlich umriss Haering die Thematik, und in unseren Tagen von zunehmend unredlich-atheistischen Strömung auch zur Problematik aufgestiegenen, der Bezugnahmen auf Gott in unserer bayerischen Verfassung. Bereits in deren Präambel wird Bezug auf Gott genommen mit den Worten: „Angesichts des Trümmerfeldes, zu dem eine Staats- und Gesellschaftsordnung ohne Gott, ohne Gewissen und ohne Achtung vor der Würde des Menschen die Überlebenden des zweiten Weltkrieges geführt hat, in dem festen Entschlusse, den kommenden deutschen Geschlechtern die Segnungen des Friedens, der Menschlichkeit und des Rechtes dauernd zu sichern, gibt sich das Bayerische Volk, eingedenk seiner mehr als tausendjährigen Geschichte, nachstehende demokratische Verfassung“.

Haering führte aus, dass die Gründerväter der Verfassung eine solche Bezugnahme auf Gott deshalb für nötig gehalten hatten, um den geistigen und moralischen Neuanfang nach den zwölf Jahren der Tyrannei durch die Nationalsozialisten zu unterstreichen. Ein zweites mal auf Gott verwiesen wird in der Bayerischen Verfassung in Art. 131 II, welcher besagt dass ein oberstes Bildungsziel die Ehrfurcht vor Gott sein soll. Nach dem Vortrag gab es noch eine adäquate angeregte Diskussion mit dem Vortragenden.

Ein geselliges Ende nahm der adäquate Abend schließlich bei dem Verzehr himmlischer Häppchen, welche mit streichzarter Butter, gut geräuchertem Schinken, pikanter Salami, frischen Gurken sowie mit köstlichen kernfreien Weintrauben durch die eifrige Fuxia belegt worden waren.

Florestan Schäfer