175. Stiftungsfest


Am 18. Juni war es soweit: Die Feierlichkeiten im Rahmen des 175. Stiftungsfest unserer lieben Aenania begannen – und wie.
Der Begrüßungsabend fand auf dem Aenanenhaus statt, wobei dieser als intergenerationaler Abend angedacht war. Es wurde wahrlich ein Ort für sowohl Studenten als auch Philister geschaffen, in dem ein reger Austausch im Sinne des Lebensbundes ziwschen den Generationen stattfand. Ein besonderes Highlight des Abends waren die vielen Anekdoten unserer Bundesbrüder aus vergangenen Jahren, während ihrer eigenen Aktivenzeiten von den 1970er Jahren bis in die aktuelle Zeit. Aenania im Wandel der Zeit bedeutet auch, dass jede Generation andere Schwierigkeiten zu bewältigen hatte, die jeweiligen es aber immer zusammen und treu zueinander geschafft haben sich der Herausforderungen zu stellen.
Das Haus platzte fast aus sämtlichen Nähten, bis zu 200 Bundesbrüder und Gäste waren zu Beginn des Stiftungsfests anwesend. Der Abend wurde dann von einigen bis tief in die morgenstunden genossen.

Nachdem der erste Tag bewältigt wurde, ging es am Freitag, den 19. Juni direkt hochkarätig weiter. Auf Einladung der bayerischen Staatsregierung begaben sich 400 Aenanen und Gäste in die Allerheiligen-Hofkirche, um den Festakt des Stiftungsfestes zu begehen. Nach musikalischer Einleitung durch das Aenanen-Vokalensemble, eröffnete Staatsminister Bbr. Joachim Herrmann MdL die Veranstaltung. Die Festrede hielt im Anschluss unser ehemaliger Philistersenior, Bbr. Prof. Dr. Dr. Peter Claus Hartmann, der uns galant wie humorvoll einen Abriss der 175. jährigen Geschichte unserer lieben Aenania gab.
Im Anschluss an das inhaltlich anspruchsvolle Programm lud uns die Bayerische Staatsregierung zu einem Empfang im Kabinettsgarten der Allerheiligen-Hofkirche ein, wo wir uns bei den heißen Temperaturen adäquat für den danach folgenden Kommers stärken konnten.
Unser herzlichster Dank gilt der Bayerischen Staatsregierung für den Staatsempfang und die Möglichkeit der Durchführung des Festakts.

Im Anschluss an den Festakt begaben wir uns sodann in den Festsaal des Löwenbräukellers am Stiglmaierplatz, um gemäß studentischer Sitte einen feierlichen Festkommers abzuhalten.
Der Saal war gut gefüllt, vor allem aber erstrahlte er im Glanz der knapp 50 Abordnungen von Freundschaftsbünden sowie weiteren Cartell- und Farbenbrüdern. Insgesamt transformierten die über 150 chargierten einen Kommers, zu einem wahren Jubelfest. Besonders freuten wir uns über die Anwesenheit aller unserer Freundschaftsverbindungen e.v. KÖHV Rheno-Juvavia Salzburg, e.v. KDStV Ferdinandea Heidelberg und e.s.v. AV Austria Innsbruck, sowie unserer Schwesterverbindung e.h.v KDStV Winfridia aus Münster.
Die Festrede zum Kommers hielt Bbr. Dr. Armin Laschet MdB. In beeindruckender Weise verdeutlichte er, wie wichtig und zugleich zeitgemäß das Leben nach unseren Prinzipien gerade in der Zerrissenheit unserer heutigen Zeit ist.
Im Anschluss an den gelungenen Kommers machten sich noch einige der Anwesenden Richtung Aenanenhaus auf, um den Abend gebührend ausklingen zu lassen.

Am Samstag konnten sich die Bundesbrüder zuerst einmal erholen. Tagsüber wurde das hervorragende Münchner Wetter genossen, bevor man sich schick machte und den Bayerischen Hof zum Festball aufsuchte. Bei der hervorragenden Musik von Francesco Blue wurde bis circa halb zwei in der Früh durchgetanzt.
Besonders hervorzuheben ist an diesem Abend allerdings die Fuxeneinlage unserer Fuxia. In einem Theaterstück aus drei Akten baten unsere Füxe eine schauspielerisch erstklassige Darbietung, die für einige herzliche Lacher bei der Zuschauerschaft sorgten. Im Anschluss an den Ball wurde dann das Aenanenhaus weiter betanzt.

Zu guter Letzt wurde der Sonntagspflicht gehuldigt. Um 10:30 Uhr fand das Pontifikalamt in der Universitätskirche St. Ludwig statt, zelebriert durch Seine Eminenz Bbr. Reinhard Kardinal Marx. Unter seiner Leitung bildete der Festgottesdienst einen krönenden Abschluss des 175. Stiftungsfests. Nach der Festmesse versammelte sich die gesamte Festgemeinde auf den Stufen vor St. Ludwig, um gemeinsam ein Gruppenfoto aufzunehmen.

Im Anschluss ließen knapp 200 Bundesbrüder das Wochenende in der Max-Emanuel-Brauerei in der Maxvorstadt gebührend ausklingen. Dort angekommen, konnten wir noch 4 Jubilaren ihr 100. Semesterband überreichen. Wir danken den Bundesbrüdern für ihre immerwährende Treue seit nun 50 Jahren zu unserer lieben Aenania. Das Losungswort “Treu und Frei!” ist wahrlich ihr Wahlspruch auf ewig.

Wir bedanken uns bei allen anwesenden Damen, Gästen und Bundesbrüdern für dieses Highlight, welches so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird. Ohne den Unermüdlichen Einsatz vieler wäre dieses Fest nicht machbar gewesen.